In Deutschland gibt es ganz unterschiedliche Wege von A nach B zu kommen und dabei spielen die öffentlichen Verkehrsmittel eine entscheidende Rolle. Millionen Menschen nutzen täglich Busse, Bahnen, Fähren, Taxis oder auch Straßenbahnen und mittlerweile kommen Fernbusse und Angebote wie Uber dazu. Es gibt darüber hinaus auch Mitfahrzentralen, Car Sharing und in einigen deutschen Städten auch eine U-Bahn. Manchmal sind gerade regional wichtige Eisenbahnstrecken auch noch Touristenattraktionen und der öffentliche Personennah- und Fernverkehr hat eine lange, vielfältige Tradition im Land. Heute jedenfalls werden die Leistungen der Verkehrsmittels in zweistelliger Milliardenhöhe pro Jahr in Anspruch genommen und das Auto selbst wird immer mehr zum zumindest in der Stadt wenig präsenten Auslaufmodell.

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In den urbanen Zentren

Busverbindungen, ein perfekt ausgebautes U- wie S-Bahn Netz, Regionalzüge und nicht zuletzt Taxis sind für den Transport von Personen und Gütern in den Städten unverzichtbar. Natürlich werden Waren auch per LKW transportiert, es gibt schließlich in Deutschland die berühmten Autobahnen zwischen den Metropolen, und auch die Wasserstraßen sind weiterhin bedeutsam. Doch in den Städten selbst nutzen die meisten Menschen gern und häufig den öffentlichen Nahverkehr, der zudem auch bezahlbar geblieben ist. Für Berufstätige ist die Monatskarte für die Straßenbahn in der Regel ein Muss und für die meisten Angebote gibt es immer auch Ermäßigungen.

Unter strenger Aufsicht und mit Perspektive

Der öffentliche Personennahverkehr ist in der Bundesrepublik Ländersache und hier tragen die entsprechenden Zuständigkeiten die Leistungen als Daseinsvorsorge, das betrifft ganz konkret den Verkehr auf der Schiene und auf der Straße in Kreis und kreisfreier Stadt. Meistens erreichen die Verkehrsangebote einen Grad bei der Deckung der Kosten um die 65 Prozent, der Rest ist also subventioniert. Vor allem die Stammkunden mit den Zeitkarten für Woche, Monat oder auch Jahr sind betriebswirtschaftlich für den Öffentlichen Verkehr wichtig und mittlerweile fordern immer mehr Vertreter aus der Politiker die drastische Reduzierung der öffentlichen Mittel. Wandelt sich demnach der öffentliche Personennahverkehr hin zu einer betriebswirtschaftlich knallhart kalkulierenden Institution?

Mittels Werbung wird Stimmung gemacht und gerade Verweise auf eine vorgeblich bessere ökologische Bilanz sollen die öffentlichen Verkehrsmittel attraktiv machen. Stichworte wie der Shuttle Bus vom Stadtrand ins Zentrum und natürlich das allseits schon verbreitete Sharing von Fahrräder, Autos und sogar Zugtickets sind in aller Munde.

Demographische Herausforderungen in Deutschland

Eine alternde Gesellschaft hat direkten Einfluss auf die Zusammenstellung öffentlicher Verkehrsmittel. So werden beispielsweise die Schülerzahlen für den Schulbus zurückgehen, zugleich sind es jedoch auch mehr Senioren, die mobil und aktiv in der Gesellschaft agieren möchten. Der ländliche Raum gilt dabei als besonders anspruchsvolle Aufgabe. Es ist also denkbar, dass hier zunehmend privatisiert, zugleich aber auch mehr evaluiert durch den Kunden selbst wird, der dann mittels Bewertung und Nutzungszahlen über die Angebote rund um den Öffentlichen Personenverkehr entscheiden kann.